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Ermittlungen zur Flutkatastrophe im Ahrtal

11.12.2021  |  Kommentare: 0

Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal

Unvorstellbare Wassermassen wälzten sich in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 durch das Ahrtal. Die Folgen: Viele Tote und Verletzte und Schäden in Milliardenhöhe. Insbesondere Landrat Dr. Jürgen Pföhler (CDU) steht deswegen im Fokus der Ermittlungen: In seinem Landkreis wurde als letztes der Katastrophenfall ausgerufen, und der Kreis wurde am schwersten getroffen. Gegen Pföhler und ein weiteres Mitglied seines Krisenstabs laufen Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Tötung. Die Flutkatastrophe konnte nicht verhindert werden – die Bevölkerung hätte jedoch gewarnt werden können. Dies ist nicht ausreichend passiert. Eine essenzielle Rolle spielt hier der Landrat. Ermittlungen belasten ihn stark, wie FOCUS Online im zweiten Teil seiner Serie zu den Erkenntnissen der Flut-Ermittler aufzeigt, wie Focus aktuell berichtet.
Weiter heißt es in dem Bericht, dass der Leitende Oberstaatsanwalt Harald Kruse mit Beamten des Landeskriminalamts (LKA) am Morgen des 6. August in der Kreisverwaltung Ahrweiler erschien, um den CDU-Landrat Jürgen Pföhler persönlich zu sprechen, er zunächst eine Abfuhr erhalten habe. Der Landrat sei verhindert, hieß es. Man möge doch für einen späteren Zeitpunkt einen Termin vereinbaren. Erst als die Strafverfolger im Vorzimmer auf die Dringlichkeit der Angelegenheit pochten, wurde Pföhler informiert.

Umgehend empfing der Landrat laut einem Vermerk die Besucher. Drei Wochen nach der Flutkatastrophe an der Ahr mit ihren 134 Toten und 766 Verletzten präsentierte der Leitende Oberstaatsanwalt dem Landrat den Durchsuchungsbeschluss und erklärte ihm seine Rechte als Beschuldigter. Landrat Pföhler und sein Krisenstabsleiter wurden der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung durch Unterlassen beschuldigt. Der Anfangsverdacht steht im Raum, dass die Bevölkerung trotz erkennbarer Hinweise zu spät vor der tödlichen Flutwelle gewarnt wurde.

Der zuständige Landrat Pföhler ließ sich in jener Flutnacht des 14. Juli nicht bei der Technischen Einsatzleitung (TEL) im Keller der Kreisverwaltung Ahrweiler blicken. Gemäß den Ermittlungen verließ er die TEL um 19.30 Uhr. Während der Krisenstab die Hilfsmaßnahmen, so gut es ging, koordinierte, war Pföhler abgetaucht, und ließ sich nur telefonisch unterrichten. Ein Umstand, der nach FOCUS-Online-Informationen manche Mitarbeiter der TEL bis heute verwundert. Zumal in anderen Krisenregionen die Landratskollegen die Einsatzleitung übernommen hatten. Auch stellte sich heraus, dass der Krisenstab laut Einsatztagebuch bereits um 22.04 Uhr die höchste Warnstufe 5 ausgerufen hatte, und nicht wie durch eine Pressemitteilung kolportiert eine Stunde später. Allerdings wurde die Bevölkerung auf Grund fehlender Informationsflüsse nicht rechtzeitig gewarnt.

Landrat gab Einsatzleitung an Kreisfeuerwehrinspekteur ab

Die Hintergründe für das miserable Krisenmanagement wollten die Ermittler an jenem Augusttag im Büro des Landrats beleuchten. Dabei erlebten sie Überraschendes. Als die Durchsuchungsbeamten um das Diensthandy Jürgen Pföhlers baten, um die Kommunikation aus der Katastrophennacht nachzuvollziehen, musste der CDU-Politiker zunächst passen. Er habe es zwei Tage vor der Durchsuchung verloren, so seine Aussage. Erst zwei Stunden später übergab er das Smartphone, das er just in seinem Wagen gefunden hatte, wie aus einem Ermittlungsvermerk hervorgeht.

Den Ermittlern zufolge beteuerte der Chef des Landkreises Ahrweiler immer wieder, dass ihn gar keine Schuld treffe. Bereits drei Jahre zuvor hatte Pföhler seinem Brand- und Katastrophenschutzinspekteur die Einsatzleitung im Krisenfall übertragen. Seinerzeit wurde Michael Z. per Urkunde zum Kreisfeuerwehrinspekteur befördert. Folgte man dieser Argumentationskette, so müsste der mitbeschuldigte Leiter des Krisenstabes in der Flutnacht die alleinige Schuld für das Desaster tragen. Pföhler wäre auf Grund dessen fein raus.

Quelle: Focus online 11.12.2021:  Ermittlungen zur Flutkatastrophe

 



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