Diese Webseite verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies, um Ihnen ein optimales Webseiten-Erlebnis zu bieten. Dazu zählen Cookies, die für den Betrieb der Seite notwendig sind, sowie solche, die lediglich zu anonymen Statistikzwecken genutzt werden. Sie können selbst entscheiden, welche Kategorien Sie zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass auf Basis Ihrer Einstellungen womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen. Weitere Informationen finden Sie hier

Alle akzeptieren Auswahl akzeptieren Details einblenden
Nutzungsregeln | Kontakt | Impressum | Datenschutzerklärung | Cookie Erklärung
Neuste Kommentare
Nutzungsregeln

Der Quellensteg in Bad Bodendorf – Chronologie einer unendlichen Geschichte

25.11.2016  |  Kommentare: 8

Der wenige Meter unterhalb des Bad Bodendorfer Wehres über die Ahr führende Quellensteg ist von einer Sinziger Firma in Leimbinderbauweise errichtet und am 1. Mai 1982 für den Radfahrer- und Fußgängerverkehr freigegeben worden. Wie alle Brücken, wurde der Quellensteg regelmäßig vom TÜV geprüft. Bei einer solchen Prüfung stellte der TÜV im Jahr 2001 ein statisches Problem fest.

Damals hätte das Problem noch durch eine Reparatur behoben werden können; aber Rat und Verwaltung der Stadt Sinzig blieben untätig! (Lt. Bericht im GA wurde die Brücke in 2001 umfangreich saniert….?)

Durch Fäulnis entstanden in den folgenden Jahren weitere schwere Schäden – am hölzernen Brückenbelag, vor allem aber an den tragenden Brücken-Wangen. Im Februar 2010 wurde die Brücke dann wegen gravierender Sicherheitsmängel gesperrt.

08.09.2010 Der Quellensteg unterhalb des ehemaligen Bodendorfer Wehres bleibt wohl noch etliche Monate gesperrt. Noch bis weit ins Jahr 2011 hinein werde es dauern, bis die Gremien der Stadt Sinzig entscheiden, was mit dem Steg passiert, berichtet die Rhein-Zeitung heute. Die bereits für dieses Jahr geplante Sanierung der Fußgänger- und Radfahrer-Brücke sei „aus finanziellen Gründen noch nicht in Angriff genommen“ worden. Der TÜV hat schon vor Jahren festgestellt, dass die kleine Ahr-Brücke ein statisches Problem hat. Damals hätte dieser Schaden noch durch eine Reparatur behoben werden können. Inzwischen aber sei der Schaden derart groß geworden, dass die Sicherheit der Brücken-Benutzer gefährdet ist, heißt es in der RZ. Weil tragende Balken anfault sind, sei eine Reparatur jetzt kaum mehr sinnvoll.

Ob der Steg abgerissen oder ob er saniert wird, darüber entscheidet der Stadtrat bei der Aufstellung des neuen Haushaltsplans in den nächsten Monaten. Nach einer Entscheidung werde es „noch einige Zeit dauern, ehe die Arbeiten beginnen könnten“, weiß RZ-Reporter Jochen Tarrach.

Quelle Rhein-Zeitung 08.09.2010

10.09.2010 Kommentar von Markus Schlagwein: Es ist schon erstaunlich, wenn vor dem Hintergrund, dass der städtische Haushalt es nicht hergibt, bestehende Bauwerke zu erhalten bzw. zu sanieren, in den Gremien noch immer diskutiert wird, ob in Westum und anschliessend auch in Bad Bodendorf neue Sporthallen für jeweils ca. drei Millionen Euro gebaut werden sollen. Vielleicht sollte man sich zunächst einmal darauf konzentrieren, die vorhandene Substanz sowohl in Sinzig als auch in den Stadtteilen zu erhalten und stellenweise auch wieder in einen nutzbaren Zustand zu versetzen.

Seit Feb. 2010 wegen gravierender Mängel gesperrt.

Seit Feb. 2010 wegen gravierender Mängel gesperrt.

10.02.2012 Eine gründliche Sanierung soll mindestens 150.000 Euro kosten, berichtete die Rhein-Zeitung. Kurz zuvor habe der Bau-, Liegenschafts- und Verkehrsausschuss der Stadt Sinzig beschlossen, die Brücke ersatzlos und komplett abzureißen. Der Abriss könne sich jedoch noch hinziehen, weil dafür im laufenden Haushalt kein Geld vorgesehen sei. Alexander Albrecht, Ortsvorsteher von Bad Bodendorf, hatte kurz zuvor in einer Sitzung des Ortsbeirates gefordert, die ganze Sache nochmals zu überdenken. Er habe ein günstiges Sanierungsangebot erhalten, sodass ihm eine Rettung des Steges doch noch möglich erscheine.

Im Haushalt für das Jahr 2012 der Stadt Sinzig sind 25.000 Euro für den Abriss des Stegs eingestellt. Der Ortsbeirat macht sich jedoch weiter für den Erhalt des Steges stark. „Wir sprechen uns ganz deutlich für den Erhalt des Stegs und dessen Sanierung aus“, sagte Ortsvorsteher Alexander Albrecht der Rhein-Zeitung. Die Ahrquerung diene vielen Radfahrern als Zuwegung zum Schwimmbad und sie sei Teil der touristischen Infrastruktur des Ortes. Albrecht ist überzeugt, dass sich der Steg mit rund 65.000 Euro sanieren lasse – deutlich weniger als die Hälfte dessen, was im Angebot der Stadt berechnet wurde. Deshalb solle der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Sinzig eine Umwidmung der im Haushalt eingestellten Abrissmittel beschließen. Die Differenz solle durch zweckgebundene Spenden, Sponsoren und Sonderveranstaltungen sowie Eigenleistungen geschlossen werden.

Dem FWG-Antrag, die Brücke doch nicht abzureißen und die bereits eingeplanten 25.000 Euro für die Sanierung zu nutzen, stimmte der Stadtrat Sinzig im Mai 2013 einstimmig zu – vorausgesetzt, die Finanzierung ist sicher und der Steg entspricht den verkehrsrechtlichen Anforderungen. Eine Förderung durch das Wirtschaftsministerium solle geprüft werden. Das Bauamt solle die Sanierungskosten ermitteln.

Im November 2013 liegen der Stadt Sinzig drei Angebote zur Erneuerung des Quellenstegs vor. Der Ortsbeirat Bad Bodendorf wünschte sich für die Sanierung die Einstellung von 25.000 Euro in den städtischen Haushalt für das Jahr 2014. Der Rest soll mit Spenden und Sponsorengeldern erbracht werden. Die Verantwortlichen für den Rheinburgenweg hatten vorgeschlagen, die Route über die Brücke verlaufen zu lassen.

07.12.2015 Hoch erfreut sind die Bad Bodendorfer, weil die Verantwortlichen der Wanderstrecke Rheinburgenweg diesen über den noch zu sanierenden Bad Bodendorfer Quellensteg in Höhe des Schwanenteichs verlegt haben.Auf Grund der neuen Streckenführung beteiligt sich das Land mit 48.000 Euro an den Gesamtkosten in Höhe von rund 75. 000 Euro. Auch ob der vielen Spenden, die in Bad Bodendorf gesammelt wurden, scheint das Projekt nun realisierbar.

Am 07. Dezember 2015 berichtet BLICK aktuell: Die Bad Bodendorfer freuen sich angesichts der Tatsache, dass die Verantwortlichen der Wanderstrecke Rheinburgenweg diesen über den noch zu sanierenden Bad Bodendorfer Quellensteg in Höhe des Schwanenteichs verlegt haben.

Nov. 2016  lt. Bericht der RheinZeitung wurde der Antrag seitens Stadt im Frühjahr 2016 in Mainz eingereicht. Aufgrund von Mitarbeiterwechsel im Ministerium etc. wurde der Antrag bisher nicht bearbeitet. Man warte bereits 8 Monate auf Antwort

Nov. 2016 lt. vorliegender Informationen ist das Förderprogramm zwischenzeitlich ausgelaufen.

Also weiter abwarten …

 

 



8 Antworten zu “Der Quellensteg in Bad Bodendorf – Chronologie einer unendlichen Geschichte”

  1. Sinziger Vereinsmitglied sagt:

    Cäciliahütte feiert Richtfest! Sinzigs Bürgemeister Kroeger lobte den großen ehrenamtlichen Einsatz. Der städtische Anteil beträgt laut Kroeger „weit mehr als 140.000 Euro“.
    Eine schallende Ohrfeige zum Beispiel für den Sinziger Wassersportverein, der jetzt für eine formal erforderliche baurechtliche Nutzungsänderung 10.000 Euro aufbringen muss.

    Aus der Not startete der Verein jetzt einen Hilferuf in der Presse: Sinziger Bootshaus vor dem Aus ? Benefizveranstaltung am 19.11.

    Um die Verpachtung der Vereinsgaststätte im Bootshaus langfristig weiterhin zu ermöglichen, ist aufgrund der neuen wasserrechtlichen Gegebenheiten ein baurechtliches Verfahren bei der Stadt Sinzig notwendig. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 10.000,- €, die unser Verein alleine nicht aufbringen kann. Aber wir sind auf die Pachteinnahmen angewiesen, um das Bootshaus halten zu können. – Sinziger Bootshaus vor dem Aus – Auch die Stadt Sinzig beteilige sich großzügig an den Kosten. Der Rest sei allerdings immer noch ein dicker Brocken für den Verein.

    Dieser Verein, wie so mancher weiterer Sinziger Verein, die sich seit vielen Jahren aktiv und ehrenamtlich um Jugendarbeit in Sinzig kümmern, um die Vermittlung von Werten und hierfür großes soziales Engagement aufbringen, erfahren seit Jahren, keine oder nur eine marginale Wertschätzung seitens der Stadt und des Bürgermeisters.

    Bei der Cäciliahütte sind außerplanmäßig getragene Mehrkosten seitens der Stadt von weit mehr als 10.000 Euro ein Thema, mit dem sich ein strahlender Bürgermeister sogar gerne noch vor die Kamera stellt.

  2. Bad Bodendorfer sagt:

    Die Rhein-Zeitung berichtet über das Richtfest der Cäcilia Hütte. Der städtische Anteil betrage laut Bürgermeister Kroeger „weit mehr als 140.000 Euro“!!! Im Haushalt eingestellt und vom Rat genehmigt wurden Anfang des Jahres 130.000 Euro. Der Wiederaufbau kostet insgesamt laut Bauleiter Hermann Terporten insgesamt 320.000 Euro. Die Versicherung steuert 160.000 Euro bei.

    Vielleicht hätte man den Quellensteg in Bad Bodendorf auch abfackeln sollen, nachdem die ersten Schäden im Jahre 2001 (Kroegers Amtsantritt) bekannt wurden. Dann stünde vermutlich dort bereits das Nachfolgemodell, für das sich offenbar ausser Versprechungen seit der Sperrung in 2010 und den in Aussicht gestellten Landeszuschüssen von 54.000 EUR so gut wie nichts getan hat. Der Witz an der Sache, dass die verbleibenden Kosten für den Neubau im Grunde seit 2012 aus den im Haushalt damals eingestellten 25.000 Euro Abrisskosten gedeckt sind.

    Wie heißt es so schön „Wo ein Wille, da ist ein Weg“ – wo kein Wille, bleibt es offenbar Jahr für Jahr bei leeren Versprechungen, da man sich als Bürgermeister offenbar mit dem prestigeträchtigen Wiederaufbau eines „überregional bedeutsamen touristischen Treffpunktes“ nach 16 Jahren eher Lorbeeren einheimsen kann.

  3. Neuer Friedhof in Bad Bodendorf – Wirklich eine Fehlinvestition?
    Der Neubau eines Friedhofes in Bad Bodendorf wird als Fehlinvestition bezeichnet. Wie waren aber die wirklichen Vorgänge, Begründungen, auch Rechtfertigungen dieses Vorganges, der breite öffentliche Aufmerksamkeit erzeugte ?
    Der Administrator wird gebeten, diesen Beitrag unter „Stadtteile“ -Bad Bodendorf- gesondert zu setzen.

    Update 16.07.2017 von Sinzig Blog:
    Jetzt unter http://www.sinzig-blog.de/2017/07/16/neuer-friedhof-in-bad-bodendorf-wirklich-eine-fehlinvestition/

  4. Sinziger Naturfreund sagt:

    Wo eine Wille ist auch eine Brücke machbar.
    Die Rhein-Zeitung berichtet heute über die geplante Wiedererrichtung der vom Ahrhochwasser vor knapp einem Jahr im Langfingtal bei Altenahr zerstörten Brücke. Hut ab! Trotz erheblichem zu bewältigen logistischem und finanziellen Aufwand (430.000 EUR für eine Fachträgerbrücke in Aluminiumbauweise, Transport nur per Huschrauber möglich), soll die Brücke bis Ende 2018 wieder gebaut werden. (Details hierzu sind im AW-Wiki zu finden siehe https://www.aw-wiki.de/index.php/Ahr-Br%C3%BCcke_Langfigtal#Neue_Br.C3.BCcke_kommt_bis_Ende_2018).
    Offensichtlich hat der dortige Ortsbürgermeister und Verwaltung im Gegensatz zu Herrn Kroeger nicht erst mal 8!! Monate auf eine Antwort zum gestellten Förderantrag aus Mainz sowie 6 Monate auf die Baugenehmigung seitens der Kreisverwaltung gewartet, bevor die nächsten Schritte zur Lösung dieser seit 2010 gesperrten Brücke jetzt in Angriff genommen wurden.

    Ob die Sinziger Bürger und Gäste zumindest auch bis Ende 2018 wieder eine nutzbaren Quellensteg erhalten?
    Bitte warten, bitte warten, bitte warten…

  5. Bürgermeisterkandidat Andreas Geron sagt:

    Bürgermeister Kroeger (CDU) wies bei der letzten Stadtratssitzung darauf hin, dass die Baugenehmigung für den Quellensteg erst nach über einem halben Jahr seit Antragstellung durch die Kreisverwaltung erteilt worden sei. Die Kreisverwaltung habe die Verzögerung mit Personalknappheit begründet.

    Hier stellt sich die Frage, warum erst 2016 der Bauantrag gestellt worden ist. Der Quellensteg ist seit 2010 gesperrt. Und warum wartet man in der Verwaltung auf die Antwort der Landesregierung auf einen im Frühjahr 2016 gestellten Förderantrag mehr als acht Monate vergeblich, ohne nach wenigen Monaten nachzufragen?

    Weiterlesen: Lösung für den Quellensteg – Kommunalpolitik im Schneckentempo

  6. Kurstädter sagt:

    Ach ja, zu den Grünflächen, in Bad Bodendorf. Da gab es einmal einen recht gepflegten kleinen Kurpark. Aufgrund eines Eigentümer-Wechsels stellte die Stadt dessen Pflege ein. Man konnte -oder wollte- keine Einigung mit den neuen Eigentümern erzielen. Die sehr schön gelegenen Flächen im Vorfeld des Mineralwasser-Bades begann zu verwildern, wurde richtig unansehnlich. Ein Ergebnis dessen -neben vielen anderen- war, dass mangels der erforderlichen Bäder-Infrastruktur -dazu zählen auch gepflegte Parks- irgendwann zwangsläufig die staatliche Anerkennung des Kurort-Titels „Bad“ aberkannt wurde. Aber dies ist ein Thema für sich; man begnügte sich mit der Genehmigung, im Ortsschild das Bad weiterführen zu können. Quasi eine „Hülle ohne Inhalt“. Bodendorfer Bürger übernahmen freiwillig und ehrenamtlich, die Pflege, um den schlimmsten Erscheinungen vorzubeugen. So sieht zukunftsträchtige Stadtentwicklung sicher nicht aus, in Sinzig aber nicht gerade ungewöhnlich.

  7. admin sagt:

    Lieber Möhrenliebhaber, vielen Dank für Ihren Kommentar. Damit dieses „Westumer“ Thema auch von den anderen Blog-Besuchern wahrgenommen wird, haben wir hierzu einen neuen Beitrag mit Ihrem Text angelegt. Hier geht es zu dem Beitrag

  8. Möhrenliebhaber sagt:

    Der Einbau eines Kunstrasens im Westumer Fußballplatz läßt auf sich warten. Offensichtlicher Grund: Der Einbai bzw. diese Auswechselung des Bodens bedarf einer Baugenehmigung, und diese steht noch aus. Nach „Insider-Informagtionen“ scheinen Lärmprobleme die Ursache zu sein. Kunstrasen erzeugt einen höheren Lärmpegel, die unmittelbare Wohnbebauung um den Platz ist von Amtswegen zu berücksichtigen.Denkbare Konsequenz hieraus: Die Zuschussmittel von Land und Kreis werden nur unter der Bedingung der baurechtlichen Klarheit erteilt.Experten befürchten, dass selbst der Platz in seiner jetzigen Ausstattung keine Baugenehmigung erhalten würde; es liegt wohl keine vor.
    Wenn zutreffend, schade für die leistungsstarken Löhndorfer/Westumer Fußballer, problematisch für Westum insbesondere. Vielleicht ist die Sinziger Stadtverwaltung bereit, auf Nachfrage öffentlich zu informieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Suche...
Neuste Kommentare

Demonstrationen gegen Corona und Widerstand gegen Pflichten Ich möchte mal einen ganz anderen Blickw [...]
11.05.2020

zum Beitrag:
COVID-19 – brauchen wir eine neue Normalität?

Die Antworten zu dem Artikel COVID - 19 von Rainer Friedsam sind super und erklären alles, was es zu [...]
07.05.2020

zum Beitrag:
COVID-19 – brauchen wir eine neue Normalität?

1. Ja, ich glaube, dass es das Virus SARS-CoV-2 gibt. 2. Ja, ich glaube, dass dieser eine neue Mutat [...]
05.05.2020

zum Beitrag:
COVID-19 – brauchen wir eine neue Normalität?

Immer mehr Stadträte in Rheinland-Pfalz arbeiten papierlos. Das spart nicht nur Hunderttausende Blat [...]
26.06.2019

zum Beitrag:
Wahlkampf 2019

Demokratie lebt von Menschen, die es als ihre selbstverständliche Aufgabe verstehen, Verantwortung z [...]
17.06.2019

zum Beitrag:
Wahlkampf 2019

Archiv