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Entwicklung Gelände Alte Druckerei – seit 15 Jahren ein Trauerspiel

04.12.2016  |  Kommentare: 13

Am 17.06.2015 berichtete der General Anzeiger Bonn über das geplante Vorhaben, auf dem ehemaligen Gelände von Krupp Druck ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen zu lassen. Nach jahrelangen Stillstand bez. einer Neunutzung des mitten in der Kernstadt gelegenen 3866 Quadratmeter großen Grundstücks, mit insgesamt fünf Häusern und der dem alten Druckereigebäude, wurde das Gelände von der Nova Investment Management GmbH mit Sitz in Köln gekauft. Markus Wahl von der City Immobilien Projektentwicklung aus Bad Neuenahr stellte dem Ortsbeirat und dem Bauausschuss die ersten Planungsskizzen vor.

Mit Bekanntwerden meldete der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig um seinen Vorsitzenden Karl-Friedrich Amendt seine Sorge um das künftige Stadtbild. Im Fokus des Vereins steht insbesondere das aus dem Jahr 1820 stammende Haus Walterscheid (Mühlenbachstr. 40). Laut Amendt steht keines der Häuser unter Denkmalschutz, sie bilden aber zusammen mit den gegenüberliegenden Häusern ein erhaltenswertes, für das Stadtbild prägendes Ensemble in einer Denkmalzone, für das eine Unterschutzstellung per Satzung möglich ist. Der Verein zur Förderung der Denkmalpflege vermisst laut Amendt aktuell in Sinzig eine Erhaltungssatzung und eine Gestaltungssatzung. Daher weist er auf die notwendige Änderung für eine Bebauung hin. Da habe jeder Bürger das Recht, Anregungen zu äußern.

Im November 2001 zogen die Sinziger Druckerei Krupp Druck und Krupp Verlag in den Neubau im Sinziger Gewerbegebiet. In der Folgezeit wurde der Verkauf des Geländes an einen Investor oder Projektentwickler angestrebt.

2005 gab es für die erste konkrete Planung, auf dem Gelände, nämlich ein Dienstleistungszentrum samt „Barbarossahalle“ zu realisieren, großen Diskussionsbedarf. Die Planung von Marga und Volker Thormann war alsbald wieder vom Tisch und so schlummerte die weitere Entwicklung für das Gelände rund 10 Jahre einen Dornröschenschlaf. Als eine positive Entwicklung aus diesem Stillstand wurden in den vergangenen drei Jahren in der Alten Druckerei auf Initiative der Brüder Zimmermann und Ehepaar Küffner die weit über die Stadt und Kreis hinaus bekannt gewordene ART AHR Kunstausstellung realisiert.

Im Sommer 2016 zeigte sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit den vorgelegten Plänen, die er für zu dürftig hielt, nicht einverstanden und forderte Nachbesserung. Hierüber berichtete BLICK aktuell

Ende November 2016 gab der Verein zur Förderung der Denkmalpflege und des Heimatmuseums in Sinzig bekannt, eine Unterschriftenaktion zum Erhalt des Hauses Mühlenbachstr. 40 durchzuführen, da man befürchte, das die vorgestellte Planungsskizze so umgesetzt werden könnte. „Der massige Baukörper könnte ob des großen Platzangebotes einfach zurückversetzt werden“, sieht der Vorsitzende Karl Friedrich Amendt darin einen Königsweg. Um die Arkaden und Geschäfte optisch wahrnehmbar zu machen, könnten sich die Denkmalschützer gar mit einem Abriss der Gebäude Nummer 36 und 38 in der Mühlenbachstraße anfreunden.

Illustration: (C)Aktiplan Achim Gottschalk

 

 



13 Antworten zu “Entwicklung Gelände Alte Druckerei – seit 15 Jahren ein Trauerspiel”

  1. A. Schmitz sagt:

    So löblich wie, immerhin 4 Jahre! nach Vorstellung der ersten Bebauungsplanung für das Krupp-Gelände seitens NOVA, der jetzt einstimmig gefasste Beschluss auf den Antrag der SPD auch scheinen mag, so sind doch arge Zweifel angesagt, ob nach diesem langen Zeitraum seitens der Investorin überhaupt noch Dialogbereitschaft besteht.
    Denn der Bauausschuss hatte seinerzeit die Pläne abgelehnt, der Denkmalpflegeverein lief damals Sturm gegen den damit verbundenen Abriss von Haus Walterscheid, selbst die Identität der Investorin und ihre Absichten wurde damals pressewirksam in Frage gestellt.
    Dem Vernehmen nach gab es seitens des damaligen Bürgermeisters Kroeger (CDU) keinerlei Bestrebungen den Kontakt mit der Investorin zu suchen. Was immens wichtig gewesen wäre im Sinne einer für Sinzig auf dem Areal prägenden Stadtentwicklung.
    Im Rahmen der Bürgermeisterwahl 2017 war dann die Rede von einem Forschungsprojekt der Uni Karlsruhe, deren Ergebnisse bis heute nicht der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Die Investorin hatte sich damals offen gezeigt für andere Ideen und Konzepte, sofern sie wirtschaftlich darstellbar wären.
    Gerade dieser Punkt dürfte den Gestaltungsspielraum mit den vorhandenen immensen Altlasten der ehemaligen Druckerei und dem abfallenden Geländeprofil stark einschränken.
    Bleibt zu hoffen, dass sich nach vielen Jahren des Stillstands noch ein Projektentwickler auftut, der diesen Schandfleck mitten in Sinzig mit einer, für alle Beteiligten vertretbare Lösung, neugestaltet.

  2. Familienvater sagt:

    Hat man hinsichtlich der Nutzung des 4.000 qm großen Geländes mitten im Zentrum auch bereits einmal darüber nachgedacht, auf dieser Fläche ein attraktives, bedarfsgerechtes Wohnquartier zu errichten, ohne das daraus gleich ein 3 oder 4-geschossiger Kasten entsteht? Es gibt zahlreiche Beispiele in anderen Städten, wo dies in hervorragender Weise gelöst wurde. Dies zum Teil sogar als in Kombination mit einem oder mehreren Mehrgenerationenhäuser.
    Die Stadt plant mittlerweile seit 2003 an der Fortschreibung des Flächennutzungsplans, der ja bekanntlich im Sommer auf 14,5 ha reduziert für die Stadt und seine Ortseile werden musste. Und hier mitten in der Stadt liegt seit vielen Jahren ein Gelände brach (von der Buchhandlung und den 2 oder 3 Kulturveranstaltungen im Jahr in der Alten Druckerei mal abgesehen).
    Das Gelände wurde vergangenes Jahr in den Geltungsbereich „Aktive Stadtzentren“ aufgenommen, d.h. für eine städtebauliche Aufwertung sind hierfür entsprechende Zuschüsse eingeplant.
    Warum setzen sich die Stadt und die Kommunalpolitik nicht mal mit der Investorin an einen Tisch, um über eine solche Nutzung zu sprechen. Auf diese Weise lassen sich doch gleich mehrere Anforderungen und Wünsche unter einen Hut bringen und zudem dringend gesuchter Wohnraum als eine reizvolle Lösung mitten in der Stadt realisieren. Denn selbst wenn es in den nächsten Jahren gelingt, den Flächennutzungsplan genehmigt zu bekommen, werden noch weitere Jahre vergehen, bis das die neuen Flächen im Außenbereich dann auch erschlossen werden und zur Baureife gelangen. Bis dahin wird noch so manche Familie aus Sinzig notgedrungen in eine andere Kommune abwandern.

  3. Bewohner der Kernstadt sagt:

    Was ist eigentlich aus dem Forschungsprojekt der Karlshochschule International University Karlsruhe geworden? Laut Zeitungsberichten und diverse FB Posts wurden die Ergebnisse bereits Ende Juni in Karlsruhe präsentiert. Welche möglichen Nutzungskonzepte sind denn zustande gekommen?

    Bürgermeisterkandidat Manfred Ruch zählt laut seiner Pressemitteilung, diese Woche im Blick aktuell, zu einem Unterstützerkreis, der in engem Kontakt mit der Kölner Investorin Dr. Manijeh Pischnamazzadeh nach wirtschaftlich machbaren Alternativkonzepten für die Nutzung der Alten Druckerei sucht. Die Rede ist von neuem kulturellen Leben in der alten Druckerei, von der dauerhaft eine Belebung der Innenstadt ausgeht.

    Ähnlich lauteten seinerzeit die Argumente der Befürworter für das ARP Museum in Rolandseck. Sie sahen in dem Museum ein Zugpferd mit der Chance, den Kulturtourismus anzukurbeln. Hier übte der Landesrechnungshof im Frühjahr 2015 heftig Kritik u.a. über hoch bezuschusste Veranstaltungen und die aufgrund zunehmend gewährten freien Eintritten so geschönten Besucherzahlen.
    Der damalige Ministerpräsident Kurt Beck hatte vor 10 Jahren bei der Eröffnung des Museums gesagt: „Rolandseck wird sicherlich zum Publikumsmagneten“.

    Zwar ist die Alte Druckerei und das drumherum der Sinziger Kernstadt von der Aufmerksamkeit und Angebot eine deutliche Nummer kleiner.
    Jedoch für die wirtschaftliche Rentabilität eines solchen Objektes (welches nicht dauerhaft mittels Steuergelder subventioniert wird), bedarf es entweder eines gewerblichen Ankermieters, oder wie von der Investorin in einem ersten Entwurf präsentiert, eines Angebotes an entsprechend hochwertigeren Wohnraum. Beide Varianten bieten der Investorin die erforderliche Sicherheit, das sich das Invest über einen mehrjährigen Zeitraum rechnet.

    Mittels Kunstausstellungen, Gastronomie und einer Touristinformation lässt sich so etwas in einer Stadt wie Sinzig mit 9.000 Einwohner und minimalen Tages-Tourismus nicht wirtschaftlich darstellen. Es sei denn, die Studenten der Karlshochschule hätten in der Alten Druckerei eine Art „Sinziger Regierungsbunker“ nach Marienthaler Vorbild aufgetan.

    Bin gespannt, ob die Präsentation der Studenten vor der Bürgermeisterwahl überhaupt in der Öffentlichkeit bekannt gegeben wird.

  4. Sebastian Goerke sagt:

    Das ist mehr oder weniger bundesweit schon immer so geregelt. Man erhält als kommunaler Wahlbeamter nach dem Ausscheiden aus dem Dienst sofort eine Pension. Das betrifft also neben den hauptamtlichen Bürgermeistern und Beigeordneten auch die Landräte.
    Für kleinere Kommunen kann man es ein Stück weit als Absicherung für Abgewählte ansehen. Denn: Wo können diese beruflich Fuß fassen, wenn Sie bspw. mit 45 abgewählt werden würden.

  5. Ein normaler Arbeitnehmer sagt:

    Dies ist ja nun wirklich neu: Mit 8 Jahren Arbeitszeit erwirbt man eine Rente/Pension, für die normale , bestbezahlte Arbeitnehmer ein ganzes Berufsleben (etwa 35 Jahre) benötigen. (€ 2000,00 bis € 2500,00) monatlich) Die Durchschnittsrente beläuft sich auf etwa € 1200,0 bis € 1400,00 monatlich. Die im bisherigen Berufsleben erworbenen Rentenansprüche kommen ja hinzu; sie werden nur im Ausnahmefall angerechnet. Man kann gar nicht glauben, dass dies zutrifft.
    Zumindest bei den Genossen müsste dies doch zu Zornesausbrüchen führen, die ansonsten viel von Altersarmut reden.

  6. Monika Weber-Lambert sagt:

    Sehr geehrter Beamtgenrechtler,
    meine Aussage war vielleicht etwas missverständlich, bezieht sich allerdings auf den Satz davor.

    „Manfred Ruch zeigt bereits seit 3 Jahren im Bürgerforum, dass er genau das kann.
    Und nicht aus einer privaten Interessenlage heraus, sondern einfach, weil ihm die Stadt am Herzen liegt.“

    In einen anderen Blogartikel wurde ihm nämlich unterstellt, sein Engagement dort nur als Vorbereitung der Kandidatur zu betreiben.

    Im übrigen sind beide unabhängige Kandidaten im Falle der Wahl Berufsanfänger als Bürgermeister.
    Allerdings sind auch beide in ihrer jetzigen Position nicht im Niedriglohnsektor anzutreffen und würden sich wahrscheinlich nicht wesentlich verbessern, wenn nicht sogar eher verschlechtern.

    Man mag jetzt Herrn Geron oder Herrn Braun aufgrund ihrer Verwaltungserfahrung für geeigneter halten.(Der Berufserfahrung wegen, müsste man ja dann Herrn Braun wählen)
    Ich persönlich finde das nicht. Meiner Meinung nach braucht die Stadt jetzt eher einen, der neue Impulse und Ideen umsetzen kann und auch die Bürger mitnehmen und motivieren kann. Das alles was er tut natürlich rechtlich konform sein muss, ist klar, aber dafür gibt es kompetente Mitarbeiter in der Verwaltung, die unter einer guten Führung sicher eine gute Arbeit leisten werden.

    Und wenn dann nach 8 Jahren die Weichen für die Zukunft der Stadt erfolgreich umgestellt sind, sei ihm die Pension gegönnt.
    Hat er seinen Job nicht gut gemacht, wovon ich nicht ausgehe, erspart er den Bürgern das bange Stoßgebet:“hoffentlich tritt er nicht mehr an!“

    Wer auch immer die Wahl gewinnen wird, ist auf jeden Fall nicht zu beneiden und wird für sein Gehalt viel Arbeit leisten müssen.
    Vielleicht wäre ein Kandidat aus der Abfallwirtschaft mit dem Spezialgebiet Altlastenbeseitigung noch geeigneter gewesen.

  7. Beamtgenrechtler sagt:

    Verehrte Frau Weber-Lambert, sie schreiben „M. Ruch kandidiert nicht aus einer privaten Lebenslage heraus, sondern weil ihm die Stadt am Herzen liegt“. Da sollte man allerdings etwas vorsichtig sein. Würde er gewählt, erhält er ein monatliches Gehalt von derzeit € 7263,00, per Anno € 87166,00. Für einen absoluten Berufsanfänger ist dies doch ganz ordentlich, oder ?. Ruch würde dann -zudem- nach Ablauf der Amtszeit von 8 Jahren in Pension gehen. Er erhielte dann bereits ein Ruhegehalt von mtl. etwa € 2500, per Anno etwa € 30500,00. Ein Leben lang. Dies ist doch auch nicht zu verachten, für 8 Jahre Amtszeit. Ruch steht dann altersbedingt nicht zu einer Wiederwahl an, d.h., die Bevölkerung kann nicht darüber abstimmen, ob sie mit seinen Leistungen einverstanden war.

  8. Monika Weber-Lambert sagt:

    Während der Bauausschuss nun nur auf Nachbesserungen der Pläne wartet, haben andere nötige Initiativen ergriffen.

    Gemeinsam mit den Zimmermann-Brüdern hat Manfred Ruch den Kontakt zur Investorin gesucht.

    Sie zeigt sich durchaus offen für Vorschläge was die Nutzung angeht, auch für Möglichkeiten das Walterscheidhaus zu erhalten. In einem Studentenprojekt, vermittelt durch Frau Lemke, wurden mögliche Nutzungskonzepte erarbeitet.

    Natürlich muss sich jede Form der Nutzung für die Inverstorin wirtschaftlich rechnen und was am Ende realisiert wird ist noch völlig offen. Aber immerhin ist man miteinander im Gespräch um zu versuchen eine gute Lösung für Sinzig zu finden.

    Wieviel besser wäre es gewesen, wenn die Stadt von Anfang an Familie Krupp unterstützt hätte und man gemeinsam nach einem Investor gesucht hätte, um an dieser zentralen Stelle etwas Gutes für die Stadt zu schaffen.

    Aber dazu hätte man wohl ein Konzept jenseits von Supermärkten gebraucht, eine Idee davon, was man für die Stadt will und braucht.

    Hoffentlich lernen die Sinziger daraus und wählen im September nicht wieder Stillstand, sondern Wechsel.

    Keinen Verwaltungs- sondern einen Bürgermeister, einen der Dinge anpackt, umsetzt, das Gespräch nach allen Seiten sucht und Menschen für Projekte zusammen bringt.

    Manfred Ruch zeigt bereits seit 3 Jahren im Bürgerforum, dass er genau das kann.

    Und nicht aus einer privaten Interessenlage heraus, sondern einfach, weil ihm die Stadt am Herzen liegt.

  9. Sinzig Blog sagt:

    „Ich stelle mich (vor)“ lautet die Einladung des CDU Bürgermeisterkandidaten Martin Braun. Am 11. Mai will er sich in der Alten Druckerei (Krupp-Gelände) den Sinziger Wählerinnen und Wählern (vor)stellen und Ihnen seine Gedanken über die Zukunft von Sinzig mit zu teilen. Es ist schon bemerkenswert, das der CDU Stadtverband ausgerechnet eine Örtlichkeit hierfür ausgewählt hat, wo in den letzten 16 Jahren seit der Umsiedlung der Druckerei und Amtsantritt des Parteikollegen Bürgermeister Kroeger keinerlei nachhaltige Neunutzung des fast 4.000 qm großen Grundstückes mitten in der Innenstadt entwickelt wurde.
    16 lange Jahre, in denen sich außer kurzzeitigen Planungsstrohfeuern wie die Ansiedlung eines Discounters (was aufgrund der hierfür ungünstigen Topografie des Geländes schnell wieder vom Tisch war) sowie im Jahre 2005 die Pläne einer Barbarossa-Galerie nebst einer Mehrzweckhalle mit Gastronomie. Bürgermeister Kroeger seiner Zeit euphorisch „Weit über zehn Millionen Euro werden investiert. Es entstehen 50 neue Arbeitsplätze ohne einen Euro Steuergelder“!!
    Erst 10 Jahre später im Sommer 2015 findet sich endlich ein Käufer und Investor für das Filetstück. Die ersten Planungsskizzen stoßen jedoch bei der Vorstellung auf wenig Gegenliebe in der Verwaltung und bei der Kommunalpolitik. Zwei Jahre (2017) später befindet sich das Vorhaben wieder im Dornröschenschlaf. Denn offensichtlich sind alle zuständigen Ressourcen seitens Verwaltung und Kommunalpolitik auf die von CDU Bürgermeister Kroeger forcierte Planung für das Nahversorgungszentrum gebunden.
    Insgesamt 16 Jahre in denen der CDU Bürgermeister ebenso offensichtlich kein Interesse daran hatte, für dieses Gelände mitten im Stadtzentrum Visionen und Vorgaben zu entwickeln, um damit dann aktiv Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung betreiben zu können, anstatt auf Investoren und deren, im Eigeninteresse entstandenen, Pläne zu warten. Hier gilt es, aktiv und im Dialog eine tragfähige Basis im Sinne einer positiven Weiterentwicklung für die Stadt und seiner Bürger zu finden, anstatt jetzt erst einmal eine Festlegung von künftigen Funktionen der Innenstadt angehen zu wollen.

  10. Bewohner Sinzig-Ost sagt:

    Ach ja, zum Thema Architektur in Sinzig: Der Verein für Denkmalpflege Sinzig lobt neuerdings einen Architekturpreis aus. soweit ja sehr löblich. Schirmherr wird -ausgerechnet- der derzeitige Bürgermeister der Stadt, Kroeger, Demnach jener Hauptverantwortliche für die angestrebte Architektur beim Umbau-Neubau des „Krupp-Geländes“ in der Mühlenbachstraße, der massiven Zweckarchitektur von Supermärkten auf dem Rick-Geläände“, in Nähe der Ahr und Wohnbebauung, unweit des Schlosses, dem Einkaufsmarkt nähe des anspruchsvollen Gebäudes „Präpanderie“ usw. usw. Was man sich hierbei wohl gedacht hat ?

  11. Alt-Sinziger sagt:

    Lieber Stadthistoriker: Da hast du keine Chance, die Strategien sind eingespielt. Man räumt die Grundstücks- Aufbauten , läßt den Bauschutt liegen, alles vergrast, verbuscht und verwildert. Übelst anzusehen, optisch schlimm. Da ist aber so gewollt und Teil der Strategie… Siehe ehemaliges Betriebsgelände Holzbau Schmickler (heute Rewe), Rick-Gelände (demnächst Aldi & Co), Bahnhofs-Gelände (heute Kaufland) Nächster Fall: Krupp-Betrieb Mühlenbachstraße, ebenfalls nicht mehr oder kaum unterhalten, Gras wächst, bis auf den Bürgersteig. (demnächst massive Bebauung) Die Bevölkerung reklamiert, dies ja zu Recht. Die Ratsmitglieder geraten gezielt unter Druck. Aus dem Rathaus heraus gesteuert treten zur freundlichen Lösung dieser Probleme Entwickler, Investoren , Ing.-büros etc. auf den Plan, und machen Pläne, vor allem Bebauungspläne. Es wird viel beraten und vor allem beschlossen. Und wer die direkte und indirekte Verankerung so mancher Eigentümer-Clans in die örtliche Polit- und Parteiebene kennt, wundert sich nicht mehr, über die ach so schwierigen Entscheidungen. So ist das, und daran scheint sich nichts zu ändern.

  12. Stadthistoriker sagt:

    Für den „Investor“ (wer immer dies auch ist) stellen Grunderwerbs- und Abriss-Kosten für dieses Projekt einen erheblichen Kostenfaktor dar. Dessen Finanzierung löst zwangsläufig ein Maximum an Baumasse (Geschossfläche etc.) aus. Es stellt sich allerdings die Frage, ob die seinerzeitige Entscheidung des Betriebes, am Standort Mühlenbachstraße festzuhalten und dort zu investieren, nicht doch eine unternehmerische Fehlentscheidung war. Jedenfalls hält sich in Sinzig immer noch das „Gerücht“, dass die damallige Stadtverwaltung erhebliche Bedenken gegen die Betriebserweiterung einbrachte. Baumasse, nördliche Erweiterung des Baukörpers, keine künftigen Erweiterungsmöglichkeiten, umgebende Wohnbebauung. schwierige Erschließung usw. waren Kriterien dieses Widerstandes. Die Baugenehmigung, erteilt durch die Kreisverwaltung, erfolgte -so die Auguren- auf politischen Druck hin, formal-rechtlich war diese Genehmigung -grenzwertig- zwar in Ordnung, aber nicht zukunftsfähig, wie die relativ kurzzeitige Betriebszeit in diesen Gebäuden aufzeigte. Die Aussiedlung des expandierenden Unternehmens in das Gewerbe- und Industriegebiet Sinzig war die Folge und damit einhergehend der jetzige -problematische- Leerstand.
    Dieser Werdegang kann darf dennoch nicht Grundlage für den Stadtrat sein , die beabsichtige Baumasse per Baurecht -Bebauungsplan-abzusegnen. Das gerechtfertigte öffentliche Interesse am Erhalt des Stadtbildes, der Architektur usw. hat auch hier Vorrang vor privaten-wirtschaftliche Interessen, mögen diese auch noch so verständlich und nachvollziehbar sein. Gleiches gilt für die Finanzierung des Abrisses aus Steuermitteln (siehe Veröffentlichungen zum Antrag der Stadt auf staatliche Fördermittel „Aktives Stadtzentrum“) Die Verantwortung für privatwirtschaftliche Entscheidungen sollten dort bleiben, wo sie getroffen wurden, beim Unternehmen selbst, und nicht beim Steuerzahler.

  13. Altstadtförderer sagt:

    „Krupp-Gelände“
    Der Denkmalpflegeverein Sinzig hat heute öffentlich darum geworben, seinem Anliegen, die geplante Neubebauung auf dem ehemaligen Betriebsgelände „Krupp“ in der Mühlenbachstraße zu verhindern, geworben. Ihm gebührt alle Unterstützung.
    Diese weithin mittelalterlich geprägte Straße verfügt noch weithin über eine kleinteilige Bausubstanz, die noch am ehesten der Historie der Stadt und wirklich dem „menschlichen Antlitz“ entspricht. Die jetzt zum Abriss vorgesehenen Gebäude sind zudem in ihrer äußeren und inneren Architektur absolut hochwertig.
    Die vorgesehene Neubebauung-Bebauung verläßt alle diese Maßstäbe; Höhenlage und absehbare Skelett-Architektur werden der Altstadt erheblichen visuell-gestalterischen Schaden zufügen. Es muss doch möglich sein, unter Erhalt des Bestehenden bauliche Erweiterungen vorzunehmen, die den gegebenen städtebaulichen Rahmen wenigstens in etwa einzuhalten.
    Die Politik ist dazu aufgerufen, nicht das für private Einzelne ökonomisch wünschenswerte (siehe auch „Rick-Gelände“) sondern dem berechtigten Allgemeininteresse Vorrang einzuräumen. Hierfür wurden sie doch gewählt.
    Vielleicht ist es dem Administrator dieses Blogs möglich, die Schaubild-Innenseite des Prospekt des Denkmalpflegevereines- hier einzustellen; hier wird sehr gut dargestellt, welch ein Schaden der Altstadt zugefügt wird.

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